Athletiktraining für Jugendliche

Fitness- und Athletiktraining erlebt einen regelrechten Hype in fast allen Facetten. Spätestens seit die Nationalmannschaft bei der WM 2006 Experten dafür angeheuert hat, ist die Bedeutung im Leistungssport gewachsen, in sozialen Medien boomen Inhalte über Body-Shaping und Fitness.

Wissen, wie es geht!

Athletik- (oder Kraft-)Training ist wichtig für die körperliche Entwicklung. Entgegen des lange bestehenden Vorurteils, Athletiktraining während der Wachstumsphase wirke schädigend, zeigt die aktuelle Wissenschaft genau das Gegenteil. Grundsätzlich gilt, dass der Körper sich an äußere Reize anpasst und die Strukturen entsprechend stärkt. Muskeln wachsen durch Training, aber noch wichtiger: Knochen werden dichter, Sehnen werden stärker, motorische Muster werden gelernt, Reflexe trainiert. Je früher mit einem entsprechenden Training begonnen wird, desto stärker sind die Vorteile für die körperliche Entwicklung.

Bei fachkundigem und gezieltem Einsatz ist Krafttraining wirksam:

  1. Leistungssportliches Training
    In fast allen Sportarten hängt die Leistung von der Maximalkraft ab. Die Maximalkraft erhöht deine Sprint- und Sprungleistung (Mannschaftssportarten, Leichtathletik), in „kraftausdauer-orientierten“ Sportarten (Schwimmen, Rudern, Radfahren) erhöht die Maximalkraft die Relativleistung und damit die Kraftausdauer. In Wurfdisziplinen (Diskus, Speer, Kugel) hängt die Leistung direkt mit der Maximalkraft zusammen. Im Langfristigen Leistungsaufbau (LLA) gibt ein rechtzeitiger Start den Nachwuchstalenten die Möglichkeit, sich ohne Druck an dieses Training zu gewöhnen und langfristig zu entwickeln.
  2. Fitter sein & besser aussehen
    Dieselben positiven Eigenschaften gelten auch für Breitensportler und Alltag. Du bist fitter, stärker und tust nebenbei auch etwas für deine Figur. Jeder kann die Übungen seinem Fitnessstand anpassen.
  3. Verletzungsprophylaxe durch Stärkung der Strukturen, Haltungsschäden vermeiden & Zivilisationskrankheiten vorbeugen
    Egal ob Breiten- oder Leistungssportler: Stärkere Strukturen sind weniger Verletzungsanfällig oder die Auswirkung einer Verletzung wird reduziert, ob im Alltag oder Sport. Jeder kennt für bestimmte Sportarten typische Verletzungen: Schwimmer-Schulter, Tennis-Ellenbogen, Hockey-Rücken, Achillessehnen- und Knieprobleme bei Leichtathleten und Mannschaftssportlern. Durch den passiven Lebensstil erfährt dein Körper zu selten die Wirkungen, die er benötigt, um das muskuläre Korsett auszubilden, das den Rumpf und die großen Gelenke stützt.
    Mit gezieltem Training kannst Du die durch wiederholte Bewegung belasteten Strukturen stärken und eine einseitige Entwicklung ausgleichen. Regelmäßiges Training erhöht die Knochendichte und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere Zivilisationskrankheiten im späteren Verlauf deines Berufslebens und deiner Freizeit. So entstehen Rückenschmerzen, Osteoporose & Co gar nicht erst.

Athletiktraining macht Spaß

Athletiktraining bietet eine hervorragende Abwechslung zur sonstigen Trainingsmonotonie. Im Vordergrund steht der Spaß beim gemeinsamen Training. Die Trainingsinhalte werden vielseitig gestaltet, sodass der Nachwuchs möglichst viele Bewegungs- und Aktivitätsmuster lernt. Trotz altersgerechter Belastung wird der einsetzende Erfolg schon nach kurzer Zeit die Motivation noch weiter steigern.